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LOS-Themenpapiere
LOS Thema 1/2007
Gender Mainstreaming
Gender Mainstreaming ist im Programm LOS ein Querschnittsthema und stellt eine Strategie zur Herstellung der Chancengleichheit für Frauen und Männer, Mädchen und Jungen dar. Der englische Begriff „Gender“ steht für „Geschlecht“ und bezeichnet nicht das biologische Geschlecht, sondern die sozial und kulturell geprägten und durch Sozialisation erlernten Geschlechterrollen. Für das soziale und kulturelle Geschlecht sind - immer in Verbindung bzw. „Ergänzung“ mit dem biologischen Geschlecht gesehen - u.a. folgende Faktoren relevant: Religion, ethnische Herkunft, Alter, Bildung, sexuelle Orientierung, Einkommen und Behinderung. Der Begriff „Mainstreaming“ erklärt sich damit, dass die Kategorie „Gender“ grundlegend in politische Entscheidungsprozesse - in den „Mainstream“ - integriert werden muss.
Die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern, auf die die jeweiligen Geschlechterrollen maßgeblichen Einfluss haben, müssen im Programm LOS auf folgenden Ebenen beachtet werden:
- bei der Erstellung des Lokalen Aktionsplans,
- auf der Ebene der Entscheidungsfindung über die Auswahl von Mikroprojekten im Begleitausschuss und
- auf der Ebene der Umsetzung der Mikroprojekte.
Für die Umsetzung von Gender Mainstreaming sind insbesondere die Mikroprojekte von Bedeutung, da hier die im Lokalen Aktionsplan formulierten gleichstellungsorientierten Ziele Gestalt annehmen.
Mehr Informationen erhalten Sie im LOS-Themenpapier 1/2007 anhand von konkreten Projektbeispielen.
LOS Thema 1/2005
Förderung von Toleranz und Demokratie
Die Förderung von Toleranz und Demokratie spielt sowohl in den aufgestellten Lokalen Akt-onsplänen als auch bei den durchgeführten Mikroprojekten eine wesentliche Rolle. In einem Drittel der Lokalen Aktionsplänen sind die Themen Fremdenfeindlichkeit, fehlende Toleranz oder Gewalt benannt, wobei das Thema Gewalt überwiegt. Als Problemlagen sind folgende Erscheinungsformen beschrieben:
- fremdenfeindliche Verhaltensweisen und Einstellungen (Geringschätzung,
- Stigmatisierung, Ausgrenzung, Gewaltbereitschaft, Antisemitismus)
- spezifische Jugendmilieus (Gefährdungspotentiale, Prävention)
- ethnische Konfliktlagen.
Auf der Ebene der angezeigten Mikroprojekte nimmt dieses Thema einen noch höheren Stellenwert ein. Für weit über die Hälfte aller Mikroprojekte wird angegeben, dass sie auch auf die Förderung von Toleranz und Demokratie ausgerichtet sind. Nur 30 Prozent aller Mikroprojekte stehen diesem Thema neutral gegenüber. Insgesamt nehmen rund 650 Projekte für sich in Anspruch, hauptsächlich die Förderung von Toleranz und Demokratie zum Ziel zu haben. Damit wurden bisher rund 18.000 Personen, 900 Institutionen und 200 Unternehmen erreicht. Durch LOS werden Mikroprojekte gefördert, die die Anerkennung, den Schutz und den Respekt gegenüber ethnischen, kulturellen und sozialen Minderheiten zum Ziel haben.
Mehr Informationen erhalten Sie im LOS-Themenpapier 1/2005 anhand von konkreten Projektbeispielen.
LOS Thema 1/2004
LOS und die aktuellen Reformen am Arbeitsmarkt (SGB II)
Die Bundesregierung verfolgt mit den aktuellen Reformen am Arbeitsmarkt ein Konzept des "Förderns und Forderns", das zu einer schnelleren Aktivierung und Vermittlung von Arbeitslosen auf den 1. Arbeitsmarkt führen bzw. die Anreize zur Aufnahme von Erwerbstätigkeit erhöhen soll. Dadurch sollen die sozialen Sicherungssysteme langfristig entlastet und der Massenarbeitslosigkeit bzw. dem Verharren insbesondere von erwerbsfähigen Langzeitarbeitslosen im passiven Sozialhilfe- oder Arbeitslosenbezug entgegen gewirkt werden.
Das Bundesmodellprogramm LOS passt sich sowohl von der zu erreichenden Zielgruppe - am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen - als auch von den Programmzielen - Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit und gleichzeitige Stärkung der sozialen Integration - in diese Strategie ein. Darüber hinaus trägt LOS zum Aufbau regionaler Netzwerke und zur Professionalisierung von lokalen Akteuren in diesem Handlungsfeld bei, die mit ergänzenden oder unterstützenden Dienstleistungen im Umfeld der sich gründenden Jobcenter bzw. Arbeitsgemeinschaften zum Gelingen der Reformen beitragen können. LOS wirkt dabei zielgenau - zielgruppenspezifisch, bedarfsorientiert, zeitnah und regional bzw. lokal. Diesem lokalen Ansatz wird durch die sozialräumlich bezogenen Lokalen Aktionspläne Rechnung getragen, auf die die einzelnen Mikroprojekte abgestimmt sind. Wie LOS-Mikroprojekte die aktuellen Reformen am Arbeitsmarkt unterstützen können, wird im LOS-Themenpapier 1/2004 anhand von Projektbeispielen einiger Kommunen näher untersetzt.
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© 2012 ARGE Regiestelle... GbR zuletzt aktualisiert am: 09.12.2004
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